Entdecken Sie die Caracalla-Thermen, eine altrömische Badeanlage in der Nähe des Circus Maximus. Die 1 800 Jahre alten Überreste dieser beeindruckenden öffentlichen Einrichtung erstrecken sich über eine riesige Fläche und umfassen Gärten und Outdoor-Konzertstätten. Etwas abseits der üblichen Touristenpfade gelegen, sind die Thermen äußerst beliebt bei Besuchern, bleiben aber immer noch ein verstecktes Kleinod – ideal für einen schlendernd und staunend verbrachten geruhsamen Nachmittag. Besucher der Thermen gewinnen faszinierende Einblicke in Leben und Bräuche des alten Roms und können sich mit eigenen Augen von der schieren Größe und Ambition seiner Architektur und Gesellschaft überzeugen.

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Die Geschichte der Thermen

Die Caracalla-Thermen, auch als Terme di Caracalla oder Thermae Antonianae bezeichnet, wurden 217 während der Herrschaft von Kaiser Caracalla vollendet. Die meisten Haushalte des alten Roms waren ohne Zugang zu fließendem Wasser oder sanitären Einrichtungen, daher wurden die Thermen von allen Bevölkerungsschichten stark genutzt. Über die eigentliche Badeanlage hinaus, schloss der riesige Komplex auch Einrichtungen wie Trainingsräume, Gärten, Geschäfte und Bibliotheken mit ein und war ein beliebter Ort der Kontaktpflege. Im 5. Jahrhundert n. Chr. wurden die Thermen sogar als eines der sieben Wunder von Rom angesehen. Sie blieben in Verwendung, bis die Barbaren im 6. Jahrhundert Roms Wasserversorgung unterbrachen.

Der Bau der Thermen

Der Bau und Betrieb des Komplexes erforderte einen immensen Kraftakt. Die Arbeit an den Thermen begann um 211 n. Chr. und fand 217 Ihren Abschluss. In diesen sechs Jahren handhabten Arbeitskräfte mehr als 2 000 Tonnen Baumaterial täglich, darunter mindestens 3 Millionen Backsteine. 16 der über 252 errichteten Säulen waren mindestens 12 Meter hoch. Das Aqua Antoniniana Aquädukt wurde eigens zur Versorgung der Thermen gebaut und füllte 18 Zisternen mit Wasser. Von diesen führten wiederum Bleileitungen zu den Bädern. Die Brennöfen zur Beheizung der sieben beheizten Bäder des Caldariums und der Saunen (Laconica) verbrannten rund 10 Tonnen Holz pro Tag.

Besonderheiten der Thermen

Die Bäder im Zentrum der Anlage bestanden aus einem Frigidarium (Kaltbad) mit vier Bädern, einem Tepidarium (Laubad) mit zwei Bädern und einem kreisförmigen Caldarium (Heißbad) mit sieben Bädern und Saunen (Laconica). Im nordöstlichen Gebäudeteil befand sich eine Natatio, ein Schwimmbecken mit olympischen Maßen von 50 mal 22 Metern. Über der dachlosen Natatio strahlten Bronzespiegel das Sonnenlicht auf das Schwimmbecken. Der Komplex enthielt auch eine Bibliothek mit zwei Räumen, einem für griechische Texte und einem für lateinische. Zusätzlich gab es auch zwei Palästren (Trainingsräume zum Ringen und Boxen), und das 1912 entdeckte Mithräum gilt als größter belegter Versammlungsraum für Anhänger des persischen Gottes Mithras.

Besuch der Thermen

Die Thermen sind etwa 10 Gehminuten vom Big Bus Stop am Circus Maximus und nur 3 Gehminuten vom Big Bus Stop der lila Route an den Caracalla-Thermen entfernt. Die Anlage ist täglich geöffnet, die Öffnungszeiten variieren jedoch saisonal; lassen Sie sich die aktuellen Zeiten bitte beim Einlösen Ihres Tickets beim Personal von Big Bus Tours bestätigen. In dem kleinen Buchladen am Eingang können Sie einen Audioguide (erhältlich in mehreren Sprachen) oder auch ein VR-Headset ausleihen, das eine 3D-Version der Thermen in ihrer ehemaligen Pracht bietet. Planen Sie mehrere Stunden zur Besichtigung und Erkundung der Ruinen ein, und verpassen Sie keinesfalls die unterirdische Ausstellung.

Wichtige Hinweise

Lösen Sie Ihr Ticket bitte vor dem Besuch der Thermen beim Personal von Big Bus Tours am Bahnhof Roma Termini ein. Die Öffnungszeiten für die Caracalla-Thermen variieren saisonal. Erkundigen Sie sich bitte beim Personal von Big Bus Tours nach den aktuellen Zeiten.